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Baden-Baden

Montag, 21. Juli 2008

 

Brandanschläge in Baden-Baden aufgeklärt: 17-Jähriger setzte aus Frust fünf Autos und sechs Motorroller in Brand

Baden-Baden Angst und Unbehagen verbreitete eine Serie von Brandanschlägen in der Innenstadt von Baden-Baden. In einer gemeinsamen Erklärung konnten die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden jetzt einen schnellen Erfolg melden. Ein 17-jähriger Verdächtiger konnte gestern Abend gegen 20.40 Uhr in der Nähe des Hindenburgplatzes in Baden-Baden durch eine Polizeistreife festgenommen werden. In einer ersten Vernehmung durch die Kriminalpolizei, begründete der Jugendliche die Taten mit Frust über seine derzeitige Lebenssituation. Neben dem Brandanschlag in der «FINA»-Parkgarage am Augustaplatz geht auch der Brand von zwei Autos in der Robert-Koch-Straße auf das Konto des 17-Jährigen. Zudem setzte er in der Nacht zum Samstag im Flur eines Anwesens in der Stefanienstraße ein Fahrrad in Brand. Vom zuständigen Haftrichter wurde Haftbefehl erlassen. Der Täter wurde in eine Vollzugsanstalt gebracht.

Bayreuth dementiert Sängerkrieg zwischen Baden-Baden und der Wagnerstadt − Mölich-Zebhauser Gast der Generalprobe in Bayreuth

Baden-Baden/Bayreuth Mit der Schlagzeile «Sängerkrieg» titelte gestern die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel die Aufführung von Wagners Tannhäuser am kommenden Samstag im Festspielhaus in Baden-Baden, die zeitgleich zu den Bayreuther Festspielen stattfindet. Gegenüber goodnews4Baden-Baden nahm Peter Emmerich, Sprecher der Bayreuther Festspiele, Stellung. Der Tagesspiegel hatte gemutmaßt, dass man sich kaum vorstellen könne, dass der Komponisten-Enkel und Bayreuther Patriarch Wolfgang Wagner belustigt auf «den Zufall» reagiert hatte. Und auch seine Tochter Katharina dürfte «not amused» gewesen sein. Ganz souverän reagierte Emmerich gegenüber goodnews4Baden-Baden und dementierte, dass Bayreuth und Baden-Baden gegeneinander in Wagners Ring steigen: «In Baden-Baden zählen der Ort, das Haus und die großen Namen. Die Inszenierungen werden ja eingekauft.» In Bayreuth steht die Pflege des Werkes von Wagner im Mittelpunkt und damit die Mittel und Möglichkeiten, die Werke immer wieder neu zu inszenieren.» Emmerich sagte, die Beziehungen zum Festspielhaus seien gut. Gestern sei der Intendant Andreas Mölich-Zebhauser bei einer Generalprobe in Bayreuth gewesen. Auf das Zitat von Der Tagesspiegel «In Baden-Baden muss niemand zehn Jahre lang betteln, um irgendwann Tickets zu ergattern. Eine gültige Kreditkarte genügt», sagte Emmerich: «In Bayreuth muss auch niemand betteln und wimmern. Wir haben 500.000 Kartenwünsche, davon sind etwa 12 Prozent erfüllbar. Es vermittelt ein ambivalentes Gefühl, weil es auf der einen Seite sehr schön ist, wenn es eine so große Nachfrage gibt, auf der anderen Seite muss man so viele Menschen enttäuschen.» Nach Adam Riese gibt es also 440.000 unerfüllte Kartenwünsche in Bayreuth und somit noch viel zu tun für das Festspielhaus Baden-Baden!

Headlines für Baden-Baden und Rastatt, 21. Juli 2008

Aktueller Polizeibericht − 9 Meldungen

Bewaffneter Raubüberfall in Gernsbacher Wohnung
Gernsbach Ein 60-jähriger Bewohner eines Anwesens in der Rockertstraße und zwei seiner Familienangehörigen wurden in der Nacht zum Montag Opfer eines Überfalls durch drei bewaffnete Täter. Diese waren vermutlich kurz nach 02.00 Uhr über ein Fenster in das Erdgeschoss des Anwesens eingedrungen. Dort wurden sie vom Geschädigten überrascht, so dass es zu einer Auseinandersetzung kam, in deren Verlauf der Mann verletzt wurde. Zwei Familienangehörige wurden außer Gefecht gesetzt, wobei einer Person erhebliche Verletzungen zugefügt wurden. Im weiteren Verlauf forderte einer der maskierten Täter in gebrochenem Deutsch die Herausgabe von Bargeld. Als der Geschädigte zu Verstehen gab, dass er keine größeren Bargeldbeträge im Haus habe, verließen die drei Männer unter Mitnahme von rd. vierhundert Euro zu Fuß die Tatörtlichkeit. Eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen leider ohne Ergebnis. Zwei Personen mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht werden. Eine Betreuung wurde vom Notfallkrisenteam übernommen. Die drei Täter werden wie folgt beschrieben: Etwa 25 Jahre alt, alle zwischen 165 und 175 cm groß, maskiert mit dunklen Gesichtsmasken. Ein Täter führte ein Messer, ein zweiter Täter eine Kurzwaffe, vermutlich eine Pistole, mit sich. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Personen, die Beobachtungen oder Wahrnehmungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit dem Überfall stehen könnten, werden gebeten sich mit der Kriminalpolizei, Tel. 07222/761-300, in Verbindung zu setzen.

Gleitschirmflieger verstorben
Loffenau Der 53-jährige Gleitschirmflieger aus dem Bereich Königsbach Stein, der am Samstag, 05. Juli 2008 im Bereich der Teufelsmühle abgestürzt war und verletzt wurde, ist am vergangenen Samstag in einer Klinik in Karlsruhe verstorben.

Brand einer Spülmaschine
Rastatt Am Sonntagnachmittag wurde den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei ein Küchenbrand in einem Anwesen in der Kaiserstraße gemeldet. Vor Ort wurde festgestellt, dass eine in Betrieb genommen Spülmaschine vermutlich durch einen technischen Defekt in Brand geraten war. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Brand rasch löschen, so dass ein Gebäudeschaden verhindert wurde.

Gegen Leitplanken geprallt
Bietigheim Erheblich verletzt wurde ein 50-jähriger Autofahrer bei einem Verkehrsunfall am Sonntagabend bei einem Unfall in der Badenstraße. Der Mann war dort von Ötigheim kommend auf der alten B 36 in Richtung Bietigheim unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache überfuhr er beim dortigen Kreisverkehr die Verkehrsinsel und prallte anschließend gegen die dortigen Leitplanken, wo das Fahrzeug zum Stillstand kam. Der Verletzte wurde von einem Ersthelfer aus dem total zerstörten Fahrzeug geborgen und anschließend nach der Versorgung von DRK und Notarzt in eine Klinik nach Karlsruhe gebracht. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Der Schaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro.

Vorfahrt missachtet
Forbach Weil ein 38-jähriger Pkw-Lenker am Sonntagabend von einem Parkplatz nach links auf die B 462 eingebogen war, ohne auf die Vorfahrt eines dort in Richtung Freudenstadt fahrenden Pkws zu achten, kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Dessen 19-jähriger Fahrer war nach Angaben von Zeugen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Nach der Kollision überfuhr der junge Mann fünf Stahlpoller auf der gegenüberliegenden Straßenseite und steifte an einer Hausfassade entlang. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt 6000 Euro. Der Pkw des Geschädigten musste abgeschleppt werden. Beim Verursacher wurde während der Unfallaufnahme der Einfluss alkoholischer Getränke festgestellt. Dessen Führerschein wurde einbehalten, die Entnahme einer Blutprobe angeordnet und Strafanzeige erstattet.

Fahren unter Medikamenteinfluss
Rastatt Einer Streifenbesatzung fiel in der Nacht zum Montag in der Bahnhofstraße ein Fahrzeug auf, das dort mit ganz geringer Geschwindigkeit auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. Der Autofahrer sollte deshalb einer Kontrolle unterzogen werden. Deutliche Anhaltezeichen des Streifenwagens wurden jedoch zunächst missachtet. An der Lichtzeichenanlage Bahnhofstraße/An der Ludwigfeste konnte der Fahrer schließlich aufgefordert werden anzuhalten. Die anschließende Kontrolle des 69-Jährigen ergab, dass dieser krankheitsbedingt Medikamente eingenommen hatte, deshalb desorientiert und nicht mehr fahrtauglich war. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt und die erforderlichen Maßnahmen getroffen. Eine Strafanzeige wurde erstattet.

Beifahrerin schwer verletzt
Rheinmünster-Stollhofen Bei einem Verkehrsunfall am Montagvormittag in der Herrenstraße wurde eine 79-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Ein 80-jähriger Autofahrer war am rechten Fahrbahnrand los gefahren und dabei nach eigenen Angaben vom Bremspedal aufs Gaspedal gerutscht. Unmittelbar darauf prallte der Wagen gegen eine Betonstütze eines dortigen Anwesens. Die noch nicht angeschnallte Beifahrerin erlitt dabei schwere Verletzungen. Die Frau wurde nach der Erstversorgung vor Ort in das Krankenhaus nach Bühl verbracht. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 7000 Euro.

Radfahrer übersehen
Baden-Baden Ein 77-jährigerAutofahrer war am Sonntagvormittag vom Goetheplatz aus nach links auf die Lichtentaler Allee eingefahren und hatte dabei einen von rechts heranfahrenden Radfahrer übersehen. Der 50-jährige Radfahrer leitete zur Vermeidung einer Kollision eine Vollbremsung ein, überschlug sich dadurch und zog sich mehrere Prellungen und Platzwunden zu. Er musste in der Stadtklinik Baden-Baden ärztlich behandelt werden. Zu einer Kollision zwischen Pkw und Rad war es nicht gekommen.

Überfall in Baden-Baden geklärt − Zwei Tatverdächtige ermittelt
Baden-Baden Ein vermeintlicher Überfall auf einen 53-jährigen Geschädigten in der Nacht zum 21.Juni 2008 gegen 04.30 Uhr in der Schützenstraße konnte vom zuständigen Fachdezernat der Kriminalpolizei dieser Tage aufgeklärt werden. Ein 16-jähriger Schüler und ein 19-jähriger Heranwachsender mit Wohnsitzen in Baden-Baden konnten als Tatverdächtige ermittelt werden. Der Mann war, wie berichtet, mit erheblichen Verletzungen vor einem Anwesen in der Schützenstraße aufgefunden worden, nachdem er zuvor sich in einer Gaststätte in der Balzenbergstraße aufgehalten hatte und von dort zu Fuß auf den Nachhauseweg gemacht hatte. Dem Mann war, die Geldbörse und sein Handy abgenommen worden. Nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob der Geschädigte selbst gestürzt und die beiden Tatverdächtigen die hilflose Lage zum Diebstahl ausgenutzt, oder ob sie den Mann zur Begehung des Diebstahls zuvor niedergeschlagen hatten. Gegen beide Tatverdächtige wurden Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden erstattet.

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