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Baden-Baden

Donnerstag, 24. Juli 2008

 

Tragischer Tod eines 15-Jährigen am Epple-Baggersee: Sandmassen begruben den Jugendlichen − Rettungskräfte gerieten durch nachrutschenden Sand selbst in Gefahr

Baden-Baden/Rheinstetten Eine Kletterpartie auf einen Sandberg am Epplesee bei Rheinstetten nahm gestern Abend für einen 15-Jährigen einen tödlichen Ausgang. Unberechtigterweise hatten sich zwei Jungs Zugang zum angrenzenden Werksgelände des Kieswerkes verschafft und bestiegen dort einen etwa 2000 Kubikmeter großen Sandberg. Dieser setzte sich plötzlich in Bewegung und begrub einen der beiden Jugendlichen unter sich. Die alarmierten Betriebsangehörigen des Kieswerkes leiteten sofort Rettungsmaßnahmen ein. Diese und die Rettungsmaßnahmen der zwischenzeitlich herbeigerufenen Freiwilligen Feuerwehr Rheinstetten brachten keinen Erfolg. Die weiter nachrutschenden Sandmaßen brachten auch die Rettungskräfte in Gefahr. Erst am Unglücksort eingesetzte Radlager konnten den Sandmassen Herr werden. Der unglückliche 15-jährige Junge konnte gestern am späteren Abend nur noch tot geborgen werden. Gegenüber goodnews4Baden-Baden sagte der Karlsruher Polizeisprecher Norbert Scharer heute, dass er in seiner 20-jährigen Laufbahn einen solchen Fall noch nicht erlebt habe. Die Baggerseen seien sicher. In diesem Fall hätten sich die Jugendlichen unrechtmäßig Zutritt zum angrenzenden Werksgelände verschafft. «Es ist ein schreckliches Unglück», sagte Scharer. Die schockierten Jugendlichen am Unglücksort wurden von Helfern betreut. Der Epplesee bei Forchheim gehört zu den beliebtesten Bade-Baggerseen im Raum Baden-Baden/Rastatt/Karlsruhe. Eine ursprüngliche Meldung, dass die Jugendlichen einen Zugang zum Kieswerk aufschraubten wurde zwischenzeitlich von der Polizei dementiert. Nach jüngsten Erkenntnissen sollen sie lediglich ein loses Zaunteil zur Seite gedrückt haben.

Sparkassenchef Gaggenau-Kuppenheim Magin bekräftigt nochmals: «Keine fusionsbedingten Kündigungen» − OB Gerstner: «Ein guter Schritt, ohne dass wir Rastatt und Bühl verletzen wollten»

Baden-Baden Die Trägerversammlung Gaggenau-Kuppenheim stimmte heute Morgen als letztes Gremium der Sparkassenfusion Baden-Baden Gaggenau zu. Auf weitere Fusionsschritte in Richtung Rastatt und Bühl angesprochen, sagte Baden-Badens Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner: «Jede Partnerschaft macht dann Sinn, wenn sich die Partner verstehen und dann ein sinnvolles Ergebnis finden.» Das war offensichtlich bisher nur mit dem Oberbürgermeister von Gaggenau, Christof Florus, und den Bürgermeistern aus Kuppenheim und Bischweier, Karsten Mußler und Robert Wein, der Fall. Stellungnahmen zur Fusion auch vom Vorsitzenden der Sparkasse Gaggenau-Kuppenheim, Werner Magin, sind zu sehen unter Interviews der Woche. im Programm von goodnews4Baden-Baden. Magin bekräftigte gegenüber goodnews4Baden-Baden nochmals, dass es keine fusionsbedingten Kündigungen geben wird. Vermutlich wird jedoch der Wettbewerb in Mittelbaden härter und die in diesem Gebiet dominierende Volksbank Baden-Baden Rastat sieht sich einem deutlich stärkeren Wettbewerber gegenüber. Auch die Sparkassen Rastatt-Gernsbach und Bühl werden nun strategisch gefordert. Ein Friedenssignal gab Baden-Badens Oberbürgermeister Gerstner jedenfalls: «Ein guter Schritt, ohne dass wir Rastatt und Bühl verletzen wollten.» Und meinte damit die Vorlage, die Baden-Baden und Gaggenau-Kuppenheim nun gegeben haben. Die Städte Baden-Baden, Gaggenau, Kuppenheim und die Gemeinde Bischweier werden nun die Träger der vereinigten Sparkasse sein. Die Stimmenzahl dieses Gremiums ist wie folgt festgelegt: Baden-Baden 11, Gaggenau 5, Kuppenheim 3, und Bischweier 2. Der Vorsitz der Trägerschaft übernimmt Baden-Baden für zwei Jahre und Gaggenau und Kuppenheim jeweils für ein Jahr. So tat Baden-Badens OB Gerstner gut daran, den alten Sparkassen-Haudegen Eduard Freudl noch im Amt zu halten, damit dieser das neue «Sparkassenreich» auch in eine blühende Zukunft führt…

Headlines für Baden-Baden und Rastatt, 24. Juli 2008

Aktueller Polizeibericht − 6 Meldungen

Spritztour eines 13-Jährigen endete mit Unfall
Bühl-Rheinmünster Eine Spritztour mit dem Fahrzeug der Eltern endete für einen 13-jährigen Schüler am Mittwochnachmittag mit einem Unfall im Gelände bei der L 85 in Rheinmünster. Nach dem Schüler war von der Polizei in Karlsruhe eine Fahndung ausgestrahlt worden, da er von dort gestartet war, nachdem er seinen Eltern die Autoschlüssel weggenommen hatte. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte der Pkw von einer Streife des Polizeipostens Lichtenau auf der Hurststraße in Rheinmünster Schwarzach festgestellt werden. Als der Jugendliche feststellte, dass ihn die Polizei erkannt hatte, beschleunigte er das Auto und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon. Zwischen Schwarzach und Oberbruch kam der Schüler dann mit dem Fahrzeug aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und mangelnder Fahrpraxis auf den rechten Grünstreifen, kam ins Schleudern und prallte gegen die Leitplanken. Von dort fuhr der Pkw weiter über die Gegenfahrbahn und kam im Straßengraben zum Stillstand. Von der Unfallstelle flüchtete der Schüler in ein nahe liegendes Maisfeld und versteckte sich dort vor den eintreffenden Polizeikräften. Der Aufforderung über Megaphon herauszukommen und sich zu stellen, kam der Schüler zunächst nicht nach. Erst als man ihm ankündigte, dass man das Gelände mit Hunden durchsuchen würde, gab er auf und stellte sich. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Der Schaden beläuft sich auf rund 1500 Euro. Im weiteren Verlauf des Nachmittags wurde der Schüler von seiner Mutter beim Polizeirevier in Bühl abgeholt.

Kollision zwischen Radfahrern
Rastatt Am Donnerstagvormittag kam es an der Ecke Herrenstraße/Lyzeumstraße zu einem Unfall zwischen zwei Radfahrern, bei dem eine ältere Frau verletzt und zur weiteren Behandlung vom DRK in das Krankenhaus verbracht wurde. Die Frau war von der Herrenstraße zur Lyzeumstraße gefahren und hatte dort einen Radfahrer übersehen. Dieser hatte danach kurz angehalten, war dann aber ohne sich um die Frau zu kümmern weggefahren. Der Radfahrer war etwa 45 Jahre alt, 180 cm groß, hatte dunkle, graumelierte Haare, trug graues T-Shirt, graue Hose, Brille und Vollbart. Er war mit einem älteren Rad unterwegs. Hinweise zu dem Unfall, insbesondere zu dem Radfahrer an das Polizeirevier Rastatt, Telefon 07222/761-0.

Ladung verloren − Fahrbahn blockiert
Gernsbach/Loffenau Ein 26-jähriger Fahrer eines Lieferantenfahrzeuges war am Donnerstagvormittag auf der L 564 zwischen Gernsbach und Loffenau bergwärts unterwegs. Beim Befahren einer Linkskurve rutschten vermutlich mangels unzureichender Sicherung rund 200 Getränkekisten der Ladung vom Sattelzug, die sich auf dem gesamten rechten Fahrstreifen verteilten und diesen in der Folge blockierten. Für die notwendigen Aufräum- und Reinigungsarbeiten wurde durch die Straßenmeisterei eine Ampelanlage zum passieren der Engstelle eingerichtet. Diese dauerten bis in die Nachmittagsstunden. Der Ladungsschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt, der Schaden am Fahrzeug auf 1.000 Euro.

Trickdiebstahl
Rastatt Mit einem Geldwechseltrick wurde am Mittwochnachmittag ein 80-jähriger Rentner in der Georgstraße von einem bislang unbekannten Täter um mehrere hundert Euro betrogen. Ein etwa 40 Jahre alter Mann mit schlanker Figur, etwa 180 cm groß, schwarze Haare, bekleidet mit kariertem Hemd, insgesamt südländische Erscheinung, war an der Wohnung des Geschädigten und dessen Ehefrau erschienen und hatte vorgegeben telefonieren zu müssen. Nachdem man ihm dies gestattet hatte, wollte der Mann Geld gewechselt haben. Bei mehreren Wechselwünschen und geschickten Ablenkungsmanövern gelang es dem Täter dabei mehrere hundert Euro zu entwenden. Hinweise an das Polizeirevier Rastatt, Tel. 07222/761-0.

Geschwindigkeitskontrolle
Bischweier/Iffezheim Beamte der Verkehrspolizei führten am Mittwochnachmittag in Bischweier und Iffezheim Geschwindigkeitskontrollen durch. Im Zeitraum von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr wurde im Bereich der B 462 in Fahrtrichtung Gaggenau gemessen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich beträgt 120 km/h. 48 Fahrzeugführer mussten wegen Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit verwarnt werden, 18 Fahrzeuglenker gelangten zur Anzeige. Der Schnellste wurde mit 188 km/h gemessen, was ein Fahrverbot nach sich zieht. Im Zeitraum von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr wurde eine Messstelle auf der B 36 in Höhe der L 78b in Fahrtrichtung Iffezheim eingerichtet. Dort beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 70 km/h. Hier wurden im Überwachungszeitraum 31 Fahrzeugführer verwarnt und 17 gelangten zur Anzeige. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug hier 122 km/h.

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
Baden-Baden Am Mittwochabend, kurz nach 22.00 Uhr, wurde die Polizei verständigt, dass eine zunächst unbekannte Person in der Ooser Bahnhofstraße einen Gullideckel aus der Straße gehoben, diesen auf den Boden geworfen hatte, wo der Deckel in zwei Teile zerbrach. Im Zuge einer eingeleiteten Fahndung konnte aufgrund der vorliegenden Beschreibung ein 57-jähriger Tatverdächtiger im Bereich zwischen Unterführung Bahnhof und Industriestraße angetroffen werden. Auf Vorhalt räumte der Mann ein, die Gefahrenstelle herbeigeführt zu haben. Um diese zu beseitigen wurde der Fachbereich Tiefbau von der Stadt verständigt. Anzeige wurde erstattet.

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