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Baden-Baden

Freitag, 19. April 2013

 

Leidenschaftliche Rede von Erwin Teufel − «Ein Europa der Vielfalt der Kulturen» − Daniel Caspary: «Frieden nicht zum Nulltarif» − Christian Bach zitiert Liberation: «Keine Alternative»

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Bericht: Christian Frietsch

goodnews4- VIDEO 6. Pierre Pflimlin-Symposium im Brenners Park-Hotel & Spa

Baden-Baden, 19.04.13, 04:15 Uhr Auch die SPD-Stadträte Joachim Knöpfel und Werner Henn ließen ihre parteipolitische Brille im Etui stecken und sparten nicht mit Anerkennung für die leidenschaftliche Rede von Erwin Teufel gestern Abend im Brenners Park-Hotel. «Kein zentralistisches Europa, sondern ein Europa der Vielfalt der Kulturen, eine Vielfalt der Mentalitäten, eine Vielfalt der Sprachen», sei die richtige Richtung. Und für die zentrale Frage des 6. Pierre Pflimlin-Symposiums nach mehr Führung aus Brüssel oder mehr Demokratie aus Strasbourg, beantwortet der ehemalige Ministerpräsident mit «sowohl als auch». «Das ist die Subsidiarität und das Subsidiaritätsprinzip ist ein Zuständigkeitsprinzip, aber nicht ein abstraktes, sondern ein sehr konkretes Prinzip, das sagt, wir müssen Europa vom Bürger her denken und wir müssen Europa von unten nach oben aufbauen und dürfen es den Bürgern nicht über den Kopf stülpen.»

Erwin Teufel machte vor den 250 Zuhörern klar, wo die europäischen Kompetenzen gegenüber den nationalen Aufgaben und die nationalen Aufgaben gegenüber den Aufgaben der Länder enden und wie deren Verhältnis zu den Kreisen und Gemeinden zu definieren sind: «Es ist beweispflichtig nicht, dass es oben auch geht, sondern, dass es unten nicht geht.» In seiner 30-minütigen Rede ging der ehemalige Ministerpräsident auch auf den Erfolg Deutschlands durch sein duales Ausbildungssystem ein, das mit zu einer Jugendarbeitslosigkeit von nur drei Prozent geführt habe. Die 52,8 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Spanien seien dagegen «eine Katastrophe». Eingangs seiner Rede ging er auf sein «enges und vertrauensvolles» Verhältnis ein, das er zu Pierre Pflimlin, dem letzten Premierminister der vierten französischen Republik Frankreichs gehabt habe. An dessen Tochter Antoinette Pflimlin gewandet, sprach Erwin Teufel von einer «großen Hochachtung», die er für Pierre Pflimlin empfand. Besonders beeindruckt zeigte sich Erwin Teufel von den in einem VIDEO-Einspieler gezeigten Statements von Schülern des Pädagogiums Baden-Baden. «Die Schüler haben es genau richtig erkannt, es kann nicht heißen ‘Brüssel oder Strasbourg’, sondern es muss heißen ‘Brüssel und Strasbourg’», lobte er die europapolitische Reife der Schüler der Baden-Badener Privatschule und zitierte in seiner Rede mehrfach Aussagen der Schüler. In der Analyse der französischen Medien zum deutsch-französischen Verhältnis ging Christian Bach, Journalist bei der elsässischen Tageszeitung Derniére Nouvelle d´Alsace, auf die Rolle des «Paares» Deutschland und Frankreich ein. Dazu gebe es &laqo;Keine Alternative», titelte die französische Zeitung Liberation am 12. April. Die Titelseite des Exemplars zitierte Christian Bach stellvertretend für die französische Medienstimmung. In seiner Rede zur europäischen Wirtschaftsordnung und deren globalen Rolle nannte der Europaabgeordnete Daniel Caspary den Frieden als die endscheidende Voraussetzung für den Wohlstand in Europa, diesen «werden wir auch in Europa nicht zum Nulltarif haben können». Die ausführlichen Reden sind als Video-Aufzeichnung im Programm von goodnews4Baden-Baden zu sehen. Dazu gehört auch ein VIDEO-Einspieler des Historikers Peter Steinbach, der auf das defizitäre deutsch-französische Geschichtsverständnis Baden-Badens aufmerksam machte. Ein ausführlicher Bericht dazu und anderen Redebeiträgen folgt im Programm von goodnews4Baden-Baden in den nächsten Tagen. Zu den 250 Gästen des 6. Pierre Pflimlin Symposiums gehörten neben Antoinette Pflimlin, Max Markgraf von Baden, der ehemalige französische Minister Daniel Hoeffel, der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup, Staatsminister a.D. Erwin Vetter und die ehemalige Baden-Badener Oberbürgermeisterin Sigrun Lang. Christian Frietsch und Frank Marrenbach moderierten und begrüßten an diesem Abend. goodnews4- VIDEO 6. Pierre Pflimlin-Symposium im Brenners Park-Hotel & Spa


Weitere News für Baden-Baden und Rastatt mit Meldungen aus dem Rathaus Baden-Baden und Polizeibericht, 18. April 2013

Abwechslungsreiche Bürgerreise nach Jalta

Vorschaugrafik Polizeibericht

Aus dem Rathaus Baden-Baden Gerhard Ell vom Partnerschaftsverein hat für Mitte September eine achttägige Bürgerreise in die Baden-Badener Partnerstadt Jalta, der Perle der Krim, vorbereitet. Reisetermin: 7. bis einschließlich 14. September. Der 7. September ist Anreisetag. Der Flug geht ab Frankfurt in das ukrainische Simferopol. Es folgt ein zweistündiger Bustransfer nach Jalta. Am 2. Reisetag steht morgens der Liwadija-Palast auf dem Programm, in dem 1945 die berühmte Krimkonferenz tagte. Nachmittags geht es zu Alexander-Newskij-Kathedrale, später zum berühmten Anton-Tschechow-Museum. Am 3. Tag fährt der Bus nach Bachtschissaraj, der ehemaligen Hauptstadt der Krimtataren. Auf dem Programm stehen der Khans-Palast mit dem berühmten Tränenbrunnen. Das Massandra-Palais besichtigen die Teilnehmer am 4. Reisetag. Am 5. Tag geht es entlang der malerischen Küste nach Sewastopol, der Basis der Schwarzmeerflotte. Nachmittags fährt der Bus zu den antiken Stätten von Chersones. Der botanische Garten Nikitskij mit seiner über 20.000 Pflanzenarten aus aller Welt ist am 6. Reisetag das Ziel der Besuchergruppe. Der Reisepreis beträgt im Doppelzimmer pro Person ab 1390 Euro. Eingeschlossene Leistungen sind die Transfers zu den Flughäfen und zurück, der Flug und alle entstehenden Gebühren, sieben Nächte im Hotel «Jalta», die Verpflegung, Eintrittsgelder und Besichtigungen, eine Deutsch sprechende Reiseleitung vor Ort und ein Krim-Reiseführer mit den Reiseunterlagen. Hinzu kommen zahlreiche Leistungen im Ausflugspaket. Nähere Informationen und Anmeldeformulare gibt es über Gerhard Ell, Friesenbergstraße 19, 76530 Baden-Baden, Tel: 07221/ 62648.


Kaiserallee für Baden-Classic gesperrt
Aus dem Rathaus Baden-Baden Die zweitägig ausgerichtete Oldtimer-Zuverlässigkeitsfahrt «Baden-Classic 2013» startet am Freitag, 26. April, aus der Kaiserallee. Für die traditionsreiche Veranstaltung ist die Kaiserallee von 8 bis etwa 13 Uhr für den Durchgangsverkehr nach der Einmündung Kapuzinerstraße gesperrt. Der Verkehr wird über die Luisenstraße und Inselstraße umgeleitet. Die Einbahnstraßenregelung in der Luisen- und Inselstraße wird während der Sperrung der Kaiserallee aufgehoben, gleichzeitig ist das Parken in der Inselstraße beidseitig untersagt.

Inka Bach hält erste Lesung

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Aus dem Rathaus Baden-Baden Seit Anfang April lebt und arbeitet die Schriftstellerin Inka Bach als Baldreit-Stipendiatin in Baden-Baden. Am Dienstag, 30. April, hält Bach um 19 Uhr ihre Antrittslesung im Gartenhaus der Stadtbibliothek. Der Eintritt ist frei. «Mit dieser Lesung werde ich mich und meine Arbeit vorstellen», sagt Bach. «Und ich möchte das Publikum mit neuen Texten begrüßen und Auszüge aus meinem Roman ‘Glücksmarie’ lesen.» Das Buch gibt erschreckende Einblicke in die Psychopathologie eines Familienlebens und ist außerdem Zeugnis des Überlebenswillens einer jungen Frau. Nach der Lesung besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit der Autorin. Inka Bach, aufgewachsen in beiden Teilen Berlins, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. Sie arbeitete mehrere Jahre in Paris und war als Stipendiatin des Berliner Senats in New York. Seit der Wiedervereinigung lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin.

«Aus Versehen beschleunigt»

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Bühl, Polizeibericht Vermutlich ein Bedienungsfehler des Automatikgetriebes war Ursache eines Verkehrsunfalls am Mittwoch gegen 15.40 Uhr in der Hauptstraße. Eine 82-jährige Pkw-Lenkerin war dort von einem Parkplatz nach links auf die Hauptstraße eingefahren und hatte dann vermutlich aus Versehen das Fahrzeug beschleunigt. Dieses fuhr über den gegenüberliegenden Gehweg und prallte gegen die Wand eines Gebäudes. Von dort wurde der Pkw abgewiesen und stieß anschließend mit einem auf der Fahrbahn wartenden Pkw zusammen. Dieser wurde durch den Zusammenstoß in die Fahrbahnmitte verschoben. Beim Unfallgeschehen wurde niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf14.000 Euro geschätzt.

Fahrzeuge mutwillig beschädigt
Bühl, Polizeibericht In der Nacht zum Mittwoch wurden bei einem Anwesen in der Erlenstraße zwei dort abgestellte Fahrzeuge, ein Pkw Volvo und ein Pkw VW, durch Zerkratzen mutwillig beschädigt und ein Schaden von rund 5.000 Euro verursacht. Im gleichen Zeitraum wurde in der Prälat-Fischer-Straße ein Pkw Audi ebenfalls durch Zerkratzen beschädigt und ein Schaden von etwa 1.200 Euro angerichtet. Hinweise an das Polizeirevier, Telefon 07223/99097-0.

Kupferrohe gestohlen
Rheinmünster/Stollhofen, Polizeibericht An der Aloisa Rand Kapelle beim Friedhof Stollhofen wurden in der Nacht zum Donnerstag rund 15 Meter Fallrohre aus Kupfer abmontiert und gestohlen. Der Schaden beträgt etwa 1.500 Euro. Kurz nach 01.00 Uhr waren von einem Zeugen dort zwei Männer beobachtet worden, die etwas in einen Kofferraum eines Pkw eingeladen hatten und ohne Licht in Richtung B 36 weggefahren waren. Konkrete Hinweise auf die Personen und das Fahrzeug liegen nicht vor. Hinweise nimmt der Polizeiposten in Lichtenau, Telefon 07227/2221, entgegen.

Junger Fahrer schwer verletzt
Bischweier, Polizeibericht Bei einem Verkehrsunfall am Mittwoch gegen 19.25 Uhr auf der K 3737 zwischen Muggensturm und Bischweier wurde ein 20-jähriger Autofahrer schwer verletzt. Nach einer Erstversorgung vor Ort durch einen Notarzt erfolgte die Einlieferung durch das DRK in ein Krankenhaus. Der junge Fahrzeuglenker hatte in einer langgezogenen Linkskurve einen vorausfahrenden Pkw vermutlich den Straßenverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit überholt. Nach dem Einscheren geriet der Pkw auf den unbefestigten Seitenstreifen und kam ins Schleudern. Dadurch kam der Autofahrer von der Fahrbahn ab ins angrenzende Ackergelände, wo sich der Pkw überschlug und auf dem Dach liegend entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand kam. Der Pkw wurde abgeschleppt, es entstand vermutlich Totalschaden von rund 1.000 Euro.

Unfall beim Kreisel
Gernsbach, Polizeibericht Ein 73-jähriger Autofahrer war am Mittwoch gegen 13.00 Uhr auf der B 462 von Gaggenau in Richtung Gernsbach unterwegs. Beim Hördener Kreisel fuhr er vermutlich aus Unachtsamkeit auf einen an der Ampelanlage bei Rotlicht wartenden Pkw auf. Dabei wurde die 32-jährige Fahrerin in diesem Pkw leicht verletzt und zur Behandlung vom DRK in ein Krankenhaus verbracht. Es entstand Sachschaden von rund 13.000 Euro.

Fahrer ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss
Baden-Baden, Polizeibericht Weil das angebrachte Kurzzeitkennzeichen abgelaufen war, sollte am Mittwoch gegen 15.00 Uhr ein mit zwei Personen besetzter Pkw auf der Leopoldstraße angehalten und die Insassen überprüft werden. Haltezeichen und das Blaulicht des Streifenwagens wurden vom Fahrer zunächst missachtet. Erst nachdem das Fahrzeug von der Streifenbesatzung überholt wurde, folgte der Fahrer den Anweisungen und hielt im Bereich der Einmündung Alter Schlossweg an. Bei der folgenden Überprüfung gab der 29-jährige Fahrer zunächst falsche Personalien an und äußerte nicht Halter des Pkw zu sein. Bei ihm ergaben sich Verdachtsmomente auf den Einfluss von Drogen, was ein positiv verlaufender Test bestätigte. Es wurden die notwendigen Maßnahmen veranlasst. Im Rahmen der Ermittlungen konnten schließlich die richtigen Personalien des Mannes und dessen Haltereigenschaft festgestellt werden. Dieser war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Entsprechende Anzeigen werden nach Abschluss der Ermittlungen erstattet.

 

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