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Baden-Baden

Donnerstag, 02. August 2012

 

22 000 Autos am Tag haben wieder freie Fahrt im Michaelstunnel − OB Gerstners Seitenhieb auf Berlin: «Regierungspräsidium hat gezeigt, dass in Baden-Württemberg punktgenaue Landungen möglich sind, anders als in anderen Ländern»

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VIDEO goodnews4-Reportage und Interviews von Nadja Milke mit Nicolette Kressl und OB Wolfgang Gerstner

Baden-Baden, 02.08.12, 01:45 Uhr «Die wichtigste Erfahrung war, dass der Verkehr nicht zusammengebrochen ist und unser Umleitungssystem funktioniert hat», zog Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner gestern bei der Wiedereröffnung des Michaelstunnels ein vorläufiges Fazit zur einjährigen tunnellosen Zeit. «Man kann auch für die Zukunft den einen oder anderen Schluss ziehen und das haben wir gemacht.» Einige verärgerte Verkehrsteilnehmer und Anwohner beruhigt der Rathaus-Chef mit der Ankündigung, dass die nach der Tunnelöffnung beibehaltenen Verkehrsführungen möglicherweise nicht von Dauer sein werden: «Wir werden in einer Versuchsphase sehen, wie sich die Veränderungen auswirken.»

Zur präzisen Einhaltung des Zeitplans war ihm ein Seitenhieb auf die völlig verunglückte Planung des Berlin-Brandenburger Flughafens wert: «Das Regierungspräsidium hat gezeigt, dass in Baden-Württemberg punktgenaue Landungen möglich sind, anders als in anderen Ländern.» Für den gelungenen Zeitplan zeichneten sich zwei Führungen der Karlsruher Behörde verantwortlich. Auf der Zielgeraden der Tunnelrenovierung hatte Rudolf Kühner den Stab an die von der grün-roten Landesregierung ins Amt gehobene Nicolette Kressl übergeben müssen. Die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete zeigte sich aber im goodnews4-VIDEO-Interview gut im Bilde über das für Baden-Baden wichtigste Verkehrsprojekt: «Das Wichtigste war, immer das Ziel vor Augen zu haben, dass wir den Tunnel tatsächlich nach einem Jahr freigeben können. Zwischendrin gab es die eine oder andere Sorge, weil wir die geologischen Verhältnisse neu bewerten mussten.» Eine spektakuläre Jungfernfahrt durch den Tunnel kann sie den Baden-Badenern und den Gästen der Stadt allerdings nicht ankündigen, denn optische Raffinessen sind auch im neuen Tunnel-Outfit nicht zu sehen. Immerhin ist «die Beleuchtung nach Sicherheitsaspekten neu ausgerichtet», berichtet Nicolette Kressl vom einzigen auffälligen Eindruck, der dem zügig fahrenden Autofahrer auffallen wird. Die Regierungspräsidentin erinnerte aber an das Motiv der Tunnelsanierung: «Das Wichtigste ist, der Tunnel ist sicher, das war der Grund für die Investition von 29 Millionen Euro.» Dazu heißt es in einer Zusammenfassung des Regierungspräsidiums: «In einem Jahr wurden die beiden 600 Meter beziehungsweise 300 Meter langen Fluchtstollen gebaut und die rund 10.000 Tonnen schwere Stahlbetonzwischendecke auf einer Länge von knapp 1.800 Meter aus Brandschutzgründen abgebrochen und durch eine neue Decke ersetzt. Gleichzeitig wurde die rund 20 Jahre alte Betriebs- und Sicherheitstechnik demontiert und erneuert. Dazu gehört der Einbau von Brandschutzklappen, neuen Strahllüftern und erneuerte Brandmeldetechnik sowie der Austausch der gesamten elektrotechnischen Ausstattung wie Lautsprecher und Videotechnik samt zugehöriger Steuerung. Insgesamt mussten hierfür rund 300 Kilometer Kabel im Tunnel verlegt werden.» Neben den zuständigen Mitarbeitern der Behörden, den Bauarbeitern, den geduldigen Bürgern, lobte Nicolette den guten Geist, der das lange Jahr der Tunnelarbeiten begleitete: «Die Frau des Oberbürgermeisters hat als Schutzpatronin ihre Aufgabe gut wahrgenommen.» VIDEO goodnews4-Reportage und Interviews von Nadja Milke mit Nicolette Kressl und OB Wolfgang Gerstner


Weitere News für Baden-Baden und Rastatt mit Meldungen aus dem Rathaus Baden-Baden und Polizeibericht, 01. August 2012

Fühle mich hier wie zu Hause − OB Wolfgang Gerstner empfing Ferna Kaufman − Mit Eltern vor Nazi-Herrschaft geflohen

Vorschaugrafik Ferna Kaufman

Aus dem Rathaus Baden-Baden Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner hieß Ferna Kaufman und ihren Mann Carl herzlich im Rathaus willkommen. Bereits zum zwölften Mal besucht die inzwischen 77-Jährige Jüdin Baden-Baden. Ferna Kaufman, in Weyer bei St. Goarshausen geboren, verbrachte ihre Kinderjahre in Baden-Baden. Ihr Vater Sigmund Ackermann war der letzte Synagogendiener. Die Stadt ist Ferna Kaufman nach wie vor gut vertraut. «Ich fühle mich hier wie zu Hause», sagte sie gegenüber Wolfgang Gerstner. Die Kaufmans bleiben eine Woche und werden von Barbara Hoffs und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft mit Unterstützung der Stadt betreut. Ferna und Carl Kaufman leben in New Jersey, USA. Während Ihres Aufenthaltes werden die Kaufmans die Stadt besichtigen, aber auch den Merkur per Bergbahn erklimmen. 1933 lebten 310 Bürger jüdischer Religion in Baden-Baden, 1938 waren es 385 Personen. 75 der früheren jüdischen Bürger wurden in Konzentrationslagern ermordet. Mit ihren Eltern konnte Ferna Kaufman fliehen. Ihrer Großmutter und der Halbschwester ihrer Mutter gelang dies nicht, sie wurden im Juni 1942 in Auschwitz ermordet. Für beide sind Stolpersteine vor dem Haus Stephanienstraße 5 angebracht.


«Vergiss-Dich-Nicht-Gruppe» entlastet Angehörige

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Aus dem Rathaus Baden-Baden «Meine Tante wollte anfangs nicht in eine Gruppe. Was soll ich denn bei all den alten Menschen» schildert die Nichte der hochbetagten 83-Jährigen. «Schon beim ersten Treffen hat sie sich so wohl gefühlt, dass sie unbedingt sofort wieder hingehen wollte.» Solche anfänglichen Ablehnungen sind laut Stadtpressestelle bei Menschen mit Demenz häufig zu erleben, da meistens das eigene Alter nicht mehr wahrgenommen wird beziehungsweise eine neue Situation Angst machen kann. Ist der erste Schritt getan, wird eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz sowohl für Angehörige als auch für die Betroffenen selbst sehr positiv, entlastend und gewinnbringend erlebt. Bis zu acht Personen können das Angebot im Mehrgenerationenhaus im Scherer Kinder- und Familienzentrum in der Breisgaustr. 23 nutzen. Alle zwei Wochen samstags vormittags, auch in den Sommerferien, wird die sehr individuelle «Eins-zu-Eins-Betreuung» angeboten. Das heißt, für jeden Gast steht eine betreuende Person zur Verfügung. In einem Vorgespräch klärt die zuständige Pflegefachkraft Theresia Schmid mit den Angehörigen die besonderen Vorlieben und Interessen. Um auf die Betroffenen adäquat eingehen zu können, fanden verschiedene Schulungen statt. Zudem gibt es regelmäßige Besprechungen für den fachlichen Austausch. Die Begleitung der Helfer wird professionell durch zwei Pflegefachkräfte sichergestellt. Bei Fragen rund um das Thema Pflege und Demenz können sich Interessierte an den Pflegestützpunkt unter Tel. 07221/93-1492 wenden. Das Betreuungsangebot lässt sich auch unregelmäßig in Anspruch nehmen. Es wird allerdings um Anmeldung gebeten, da die Plätze begrenzt sind. Anmeldungen sind telefonisch im Familienzentrum, Tel. 07221/9314900, Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr möglich.

Mit Babys auf dem Weg zur Sprache

Vorschaugrafik Meldung aus dem Rathaus

Aus dem Rathaus Baden-Baden Unter dem Motto «Mit Babys auf dem Weg zur Sprache» startet am 13. September der nächste Eltern-Kind-Kurs zur Babyzeichensprache im Scherer Kinder- und Familienzentrum. Der Kurs dauert 12 Wochen und ist jeweils donnerstags von 9.30 Uhr bis etwa 10.30 Uhr. In den abwechslungsreichen Kursstunden lernen Eltern mit ihrem Kind spielerisch die wichtigsten Babyzeichen, erhalten Anregungen für den Familienalltag und wichtige Informationen zum Spracherwerb des Kindes. Teilnehmen können Eltern mit Babys von 6 Monaten bis 24 Monaten. Willkommen sind auch Eltern mit entwicklungsverzögerten oder besonderen Kindern. Der Kurs kostet 95 Euro inklusive einem Liederheft. Die Bildungsgutscheine des Landesprogramms STÄRKE werden angerechnet. Außerdem lässt sich die erste Stunde als unverbindliche Schnupperstunde besuchen. Weitere Informationen und Anmeldung direkt bei Karin Feist, Telefon 07223/2819784, oder per Email unter karin.feist@babyzeichensprache.com

Sechs Verletzte bei Arbeitsunfall in Bühl − Explosion an einem Ofen

Vorschaugrafik Polizeibericht

Bühl, Polizeibericht Bei einem Arbeitsunfall am Mittwochmorgen gegen 06.10 Uhr wurden in einem Betrieb in der Industriestraße in Bühl sechs Mitarbeiter verletzt. Aus bisher nicht bekannter Ursache kam es in der Härterei der Firma zur Explosion an einem Ofen. Zwei Mitarbeiter, die sich in unmittelbarer Nähe aufgehalten hatten, erlitten durch die Explosion Brandverletzungen. Sie mussten nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort durch einen Notarzt mit Rettungshubschrauben zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik geflogen werden. Vier weitere Mitarbeiten wurden mit leichteren Verletzungen vom DRK in ein Krankenhaus gebracht. Die Höhe des entstanden Sachschadens kann noch nicht beziffert werden. Im Einsatz war die Feuerwehr Bühl, Notarzt, Einsatzkräfte von DRK und Polizei. Zur Ermittlung der Ursache waren Vertreter der Berufsgenossenschaft und der Gewerbeaufsicht vor Ort. Ein Sachverständiger wurde eingeschaltet. Seitens der Polizei führen Beamte der Sachaufgabe Gewerbe/Umwelt die notwendigen Ermittlungen.

Überfall auf Tankstelle in Rastatt
Rastatt, Polizeibericht Am Mittwochnachmittag gegen 14.00 Uhr betraten zwei bisher unbekannte Täter eine Tankstelle bei einem Einkaufsmarkt in der Straße Im Steingerüst. Ein mit einer Pistole bewaffneter Räuber bedrohte die Angestellte der Tankstelle und forderte die Herausgabe von Bargeld. Nachdem ihnen die Geschädigte mehrere hundert Euro ausgehändigt hatte, ergriffen die beiden Männer zu Fuß die Flucht und rannten in Richtung Rauentaler Straße davon. Eine sofort ausgelöste Fahndung der Polizei, in die auch ein Polizeihubschrauber involviert war, führte leider nicht zur Ergreifung der Täter. Diese werden wir folgt beschrieben: Der «Waffenträger» war etwa 1,70 Meter groß, schlank, hatte schwarze Haare, einen kurzer Kinnbart und trug ein schwarzes T-Shirt und eine schwarze Schildkappe. Der Mittäter war ebenfalls etwa 1,70 Meter groß, schlank, trug helle Jeanshose und grünen Kapuzenpulli mit weißer Aufschrift. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und nimmt Hinweise unter Telefon 07222/761-300 entgegen.

Radfahrerin schwer verletzt
Rastatt, Polizeibericht Bei der Ausfahrt von einem Tankstellengelände in der Karlsruher Straße übersah am Dienstag gegen 11.30 Uhr eine 27-jährige Autofahrerin eine auf dem kombinierten Fuß- und Radweg stadtauswärts fahrende 69-jährige Radfahrerin. Durch die Kollision kam die Radfahrerin zu Fall und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Die Verletzte wurde in ein Krankenhaus verbracht. Die Frau war ohne Helm auf dem Rad unterwegs.

Fußgänger von Pkw erfasst
Baden-Baden, Polizeibericht Ein unter Alkoholeinfluss stehender 47-jähriger Fußgänger betrat zwischen geparkten Fahrzeugen hindurch am Dienstagnachmittag gegen 14.00 Uhr in Höhe der Postfiliale die Ooser Bahnhofstraße, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Dort wurde er von einem heranfahrenden Pkw erfasst und schwer verletzt. Der Verletzte wurde an der Unfallstelle medizinisch versorgt und anschließend vom DRK in eine Klinik verbracht. Zur Unfallaufnahme musste die Ooser Bahnhofstraße kurzzeitig voll gesperrt werden.

Arbeitsunfall bei Waldarbeiten
Gernsbach, Polizeibericht Im Rahmen von Waldarbeiten beim Kaltenbronn im Bereich der Renzenlohhütte wollte am Dienstag gegen 09.30 Uhr ein 32-jähriger Geschädigter bei laufendem Motor einen Defekt an einer selbst fahrenden Arbeitsmaschine beheben. Dabei wurde die bewegliche Hinterachse der Maschine angehoben und ein Fuß des Mannes eingeklemmt. Der Verletzte musste zur weiteren Behandlung mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Tübingen geflogen werden. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden konnten nicht festgestellt werden.

Fünf Beteiligte Fahrzeuge und rund 40.000 Euro Sachschaden
Gernsbach, Polizeibericht Zwei leicht verletzte Insassen, fünf beschädigte Fahrzeuge und ein Schaden von rund 40.000 Euro sind das Ergebnis eines Verkehrsunfalls am Mittwochvormittag gegen 11.10 Uhr auf der B 462. Der Fahrer eines Lieferwagens wollte nach links auf ein Firmengelände abbiegen, musste jedoch wegen Gegenverkehr anhalten. Drei nachfolgende Fahrzeugführer stoppten deshalb ab. Ein 21-jähriger Fahrer eines Pkw-Sprinters erkannte dies zu spät und fuhr. Ein dahinter folgender 54-jähriger Fahrer eines Kleintransporters fuhr dann ebenfalls auf. Vier der fünf beschädigten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Zwei Insassen wurden verletzt und von einem Notarzt und dem DRK versorgt. Ebenfalls war die Feuerwehr im Einsatz. Zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge musste die B 462 zeitweise voll gesperrt werden. Zu Reinigungsarbeiten war in Richtung Rastatt in der Folge noch eine halbseitige Sperrung erforderlich.

 

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